Die
WebSite Stoertebeker.info informiert über das Leben und Sterben
des Klaus Störtebeker, jenes legendären Seehelden, der
als der bedeutendste Pirat an deutschen Küsten gelten muss.
Geboren
wurde Klaus Störtebeker vor etwa 650 Jahren, so um das Jahr
1360 herum, zu einer Zeit also, in der der Handel zunehmend Fahrt
aufnahm und die Hansestädte - vor allem die Städte an
der Küste, wie Hamburg, Bremen und Lübeck - durch ihre
wirtschaftliche Macht einen erheblichen Einfluss hatten. Der Geburtsort
ist genauso unklar, wie das wirkliche Datum. Er könnte aus
dem Bremischen kommen, vielleicht war aber auch Wismar seine Heimat.
Wie
die meisten Piraten kann Störtebeker keineswegs als "gewöhnlicher
Krimineller" gesehen werden: Die meisten Piraten könnte
man eher mit Söldnern (wie der Fremdenlegion) vergleichen.
Sie waren fast alle mit der Duldung - teilweise auch direkt im Dienste
- von Herrschern unterwegs und hatten in diesem Sinne eine politische
Funktion. Störtebeker z.B. hatte grossen Rückhalt bei
einigen ostfriesischen Herrschern (korrekter: Häuptlingen),
zumal er ab Ende des 15. Jahrhunderts verwandtschaftliche Beziehungen
nach dort hatte: 1496 hat er wohl die Tochter des Häuptlings
Keno ten Broke geheiratet. Der Störtebeker-Turm in Marienhafe
nahe Emden erinnert heute noch an diese Zeit.
Dabei
darf man nicht vergessen, dass die Herrschaftsgebiete der Häuptlinge
und ihr Einfluss recht gering waren. Auch die Ostfriesen wurden
unter Druck gesetzt, so dass Störtebeker schon nach kurzer
Zeit den Stützpunkt Marienhafe wieder verlor.
Vor
allem aber spielte Störtebeker eine Rolle im Krieg zwischen
Dänemark und Schweden: Als Blockadebrecher stellten die "Viktualienbrüder"
die Lebensmittelversorgung Stockholms bei der Belagerung durch dänische
Truppen sicher. Nach dem Ende der Auseinandersetzung machten sie
"einfach weiter" (so sind übrigens sehr viele Piraten
an ihgren "Job" gekommen) und beeinträchtigten als Kaperfahrer
den Handelsverkehr der gesamten Nord- und Ostseeschifffahrt.
Im
Unterschied zu seinem Kapitän Gödeke Michels blieb er
aber im Bereich der Nordsee und der Elbmündung, wo er von den
Truppen der Hanse am 22. April 1401 vernichtend geschlagen wurde.
Er fand sein Ende am 20. Oktober 1401 mit rund 30 Gefährten auf
dem "Grasbrook" durch die Hand des Henkers Rosenfeld.
Der Sage nach soll er den Richtern noch eine "Gunst" abgehandelt
haben: Alle Piraten, an denen der schon geköpfte Klaus Störtebeker
noch vorbeigehen würde, sollten mit dem Leben davonkommen .
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