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Hauptwirkungsstätte von Störtebeker war die Nordsee  
Klaus Störtebeker - legendärer
Pirat in Nord- und Ostsee
Inquisition.de
Störtebeker-Festspiele 2007: "IVerraten und Verkauft"
Die WebSite Stoertebeker.info informiert über das Leben und Sterben des Klaus Störtebeker, jenes legendären Seehelden, der als der bedeutendste Pirat an deutschen Küsten gelten muss.

Geboren wurde Klaus Störtebeker vor etwa 650 Jahren, so um das Jahr 1360 herum, zu einer Zeit also, in der der Handel zunehmend Fahrt aufnahm und die Hansestädte - vor allem die Städte an der Küste, wie Hamburg, Bremen und Lübeck - durch ihre wirtschaftliche Macht einen erheblichen Einfluss hatten. Der Geburtsort ist genauso unklar, wie das wirkliche Datum. Er könnte aus dem Bremischen kommen, vielleicht war aber auch Wismar seine Heimat.

Wie die meisten Piraten kann Störtebeker keineswegs als "gewöhnlicher Krimineller" gesehen werden: Die meisten Piraten könnte man eher mit Söldnern (wie der Fremdenlegion) vergleichen. Sie waren fast alle mit der Duldung - teilweise auch direkt im Dienste - von Herrschern unterwegs und hatten in diesem Sinne eine politische Funktion. Störtebeker z.B. hatte grossen Rückhalt bei einigen ostfriesischen Herrschern (korrekter: Häuptlingen), zumal er ab Ende des 15. Jahrhunderts verwandtschaftliche Beziehungen nach dort hatte: 1496 hat er wohl die Tochter des Häuptlings Keno ten Broke geheiratet. Der Störtebeker-Turm in Marienhafe nahe Emden erinnert heute noch an diese Zeit.

Dabei darf man nicht vergessen, dass die Herrschaftsgebiete der Häuptlinge und ihr Einfluss recht gering waren. Auch die Ostfriesen wurden unter Druck gesetzt, so dass Störtebeker schon nach kurzer Zeit den Stützpunkt Marienhafe wieder verlor.

Vor allem aber spielte Störtebeker eine Rolle im Krieg zwischen Dänemark und Schweden: Als Blockadebrecher stellten die "Viktualienbrüder" die Lebensmittelversorgung Stockholms bei der Belagerung durch dänische Truppen sicher. Nach dem Ende der Auseinandersetzung machten sie "einfach weiter" (so sind übrigens sehr viele Piraten an ihgren "Job" gekommen) und beeinträchtigten als Kaperfahrer den Handelsverkehr der gesamten Nord- und Ostseeschifffahrt.

Im Unterschied zu seinem Kapitän Gödeke Michels blieb er aber im Bereich der Nordsee und der Elbmündung, wo er von den Truppen der Hanse am 22. April 1401 vernichtend geschlagen wurde. Er fand sein Ende am 20. Oktober 1401 mit rund 30 Gefährten auf dem "Grasbrook" durch die Hand des Henkers Rosenfeld. Der Sage nach soll er den Richtern noch eine "Gunst" abgehandelt haben: Alle Piraten, an denen der schon geköpfte Klaus Störtebeker noch vorbeigehen würde, sollten mit dem Leben davonkommen . . .

 


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